Less Waste – eine Küche mit weniger Abfall

Seit Wochen gehen unzählige Jugendliche auf die Straße und zeigen wie wichtig Ihnen unsere Umwelt und unser Planet ist. Vor ein paar Tagen hat das EU Parlament beschlossen zukünftig den Vertrieb von Einweg Plastik einzuschränken. Und die Medien sind voll von Dokumentationen und Berichterstattungen wie sehr wir unseren Planeten falsch beanspruchen und schädigen. Wie geht es dir mit dem Thema?

Ich fühle mich oft erschlagen von der Fülle an Informationen und weiß, dass ich mein Konsumverhalten so nicht weiterführen möchte. Doch wo fängt man an und wo hört man auf? Hast du auch Probleme den richtigen Weg zu finden? Ich habe für mich beschlossen, dass ich kleine, wohl überlegte Schritte gehen werde. Wenn es dir ähnlich geht wie mir würde ich mich freuen, wenn dir der eine oder andere Tipp weiterhilft. Natürlich freue ich mich auch über jede Anregung von dir.

Werbung wegen Markensichtbarkeit, selbstgekauft

Mülltrennen ist nicht gleich Mülltrennen

Jeder Haushalt hat eine bunte Anzahl an Tonnen für den ganzen Müll den wir produzieren doch wüsstest du, dass benutze Pizza Kartons nicht in den Papiermüll gehören? Oder noch mit Gas gefüllt Haarspraydosen nicht in den Gelben Sack dürfen? An ein paar Stellen war ich überrascht und war dankbar über eine kleine Übersicht:

Einkaufen mit Stil – die richtige Jute immer dabei haben

Ich glaube in einigen deutschen Haushalten gibt es diese Schublade. Sie läuft über wenn man sie öffnet, ist voller bunter Plastiktüten und ganz unten sind fein säuberlich zusammengelegt die Jute- und Leinenbeutel. Genau diese Schublade habe ich jahrelang gepflegt und das Abbauen war gar nicht so einfach. Aber ich habe es geschafft und möchte dir nun meine Tricks verraten um nie wieder im Supermarkt zu einer Plastiktüte greifen zu müssen.

  1. Für den wöchentlichen Großeinkauf brauche ich meistens mehrere Stoffbeutel. Diese liegen in der Nähe des Ausgangs. Somit kann ich meine eigene Faulheit überwinden und muss nicht nochmal durch die gesamte Wohnung laufen um die Beutel einzusammeln.
  2. Für einen schnellen Einkauf nach der Arbeit habe ich im Auto immer Stoffbeutel liegen.
  3. Wenn ich zu Fuß unterwegs bin, und es zu einem Spontaneinkauf kommt, habe ich in meiner Handtasche bzw. Rucksack immer mindestens einen Beutel griffbereit.
  4. In der Gemüse- und Obst Abteilung kann ich durch die Mitnahme von Baumwollnetzen vermeiden zur Plastikvariante zu greifen

Spülmaschinentabs vs. Selbstgemachtes Pulver

Spülmaschinentabs sind schon praktisch: Folie ab, in die Spüli geben und sauberes Geschirr herausholen. Doch dabei gibt es zwei große Probleme – aber auch hier habe ich eine praktische Lösung. Die Problematik ergibt sich daraus, dass die Verpackung der Tabs aus Plastik ist nach dem Aufreißen weggeworfen wird. Ebenfalls sind nicht alle Inhaltsstoffe der Spülmaschinentabs natürlichen Ursprungs und es sollte hinterfragt werden ob es notwendig ist diese den Abfluss herunter spülen zu müssen.

Die praktische Lösung ist selbstgemachtes Geschirrspülpulver. Du weißt ganz genau was drin ist und das Geschirr wird trotzdem sauber. Du musst lediglich das Rezept je nach Härtegrad deines Wassers etwas anpassen. Wir haben durchschnittliches Wasser und folgendes Rezept hat sich für uns als ideal herausgestellt:

100g ZitronensäureDieses Bild hat ein leeres alt-Attribut; sein Dateiname ist img_3627-01.jpeg.
100g Natron
100g Waschsoda
100g Geschirrspülsalz (oder du füllst das vorhandene Fach der Spülmaschine auf)

Alle Zutaten bekommst du im Supermarkt und meistens sind diese sogar nur in Papier verpackt – wieder weniger Plastikmüll! Durch diese 4 Zutaten weißt du genau was du den Abfluss herunter spülst. Du musst sie lediglich gut vermischen und in einen geschlossenen Behälter lagern damit das Pulver nicht anfängt zu klumpen. Ich nutze hierfür ein schönes Einmachglas mit Deckel.

Wenn Handwäsche angesagt istDieses Bild hat ein leeres alt-Attribut; sein Dateiname ist img_3621-01.jpeg.

Bisher habe ich immer das Spülmittel von Frosch genutzt und war sehr zufrieden damit. Doch auch hier gibt es Plastik, das einsparbar ist. Ich bekomme das Spülmittel nur in einer Plastikverpackung und was für die Spülmaschine gilt, muss auch bei der Handwäsche funktionieren. Somit möchte ich gerne einen Link mit euch teilen:

https://wastelandrebel.com/de/oeko-spuelmittel-selber-machen/

Hier weiß man genau was an die Hände kommt und später in den Abfluss gespült wird. Und das Geschirr wird trotzdem sauber.

Biomüllbeutel: Maisstärke vs. Papier

Was in den Biomüll darf und was nicht sollte jetzt klar sein. Aber worein darf der Biomüll? Das Plastik einen „Daumen nach unten“ bekommt sollte klar sein. Es gibt vier Möglichkeiten den Biomüll aufzubewahren:Dieses Bild hat ein leeres alt-Attribut; sein Dateiname ist img_3619-01.jpeg.

  1. In der kleinen braunen Tonne in praktischer Küchengröße ohne einen extra Müllbeutel. Somit nimmt man die kleine Tonne mit vor die Tür und schüttet sie in die große Tonne. Mit einem Küchentuch lassen sich die klebenden Reste einfach entfernen. Damit am Boden nichts hängen bleibt, kannst du nach der Leerung ein gefaltetes Küchenpapier auf den Boden legen.
  2. Du nutzt einen Beutel aus Maisstärke. Das Problem bei dieser Beutelart ist, dass nicht jeder Entsorger sie verarbeiten kann. Es sind bestimmt Verfahren notwendig um eine komplette Zersetzung gewährleisten zu können. Am besten fragst du bei deinem regionalen Entsorger nach oder schaust auf seiner Homepage nach.
  3. In der passenden Größe gibt es Tüten aus Papier. Diese lassen sich einfach durch Papierhenkel mit vor die Tür nehmen. Keine Angst, sie sind auch bei Feuchtigkeit noch sehr robust und du verlierst auf dem Weg nicht deinen Bioabfall.
  4. Da sowohl die Beutel aus Maisstärke als auch aus Papier extra für diesen Zweck produziert werden sind sie zwar eine gute Alternative zu Plastikbeuteln aber auch ihre Ökobilanz gleicht sich erst bei mehrmaliger Benutzung aus. Daher ist meine letzte Idee altes Zeitungspapier zu verwenden. Es gibt tolle Anleitungen die zeigen wie man einfach und schnell eine Papiertüte daraus Die Anleitungen findet ihr im Internet wie zum Beispiel auf youtube.de

Da auch ich erst noch am Anfang stehe mein Konsumverhalten nachhaltig zu ändern wird es in einigen Wochen einen weiteren Eintrag zum Thema geben. Ich freue mich über alle Anregungen und Tipps von euch.

Genießt den Tag, eure Nina!

5 Gedanken zu “Less Waste – eine Küche mit weniger Abfall

  1. Das sind tolle Lösungen. Wir haben auch vor Monaten angefangen, Müll ( besonders Plastik ) zu reduzieren. Was mich immer wieder aufs Neue erschreckt ist: wie viel essen Leute wegschmeißen und das in einem Laden wo die meisten Supermärkte 6 Tage die Woche lange aufhaben… im Moment haben wir jeden Monat 1/2 gelben Sack voll bei 3 Kindern & 2 erwachsenen und haben viele Leute gebeten, mitzumachen. Wir bekommen immer positives Feedback 😌 es ist wirklich viel einfacher als man denkt ! Viele Grüße , Anna 🌺

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    • Ich kann dir nur zustimmen. Besonders Lebensmittelverschwendung ist ein großes Thema. Man muss es sich immer wieder ins Bewusstsein rufen.
      Und wie du sagst andere mit dem Bewusstsein anstecken gibt häufig besseres Feedback als man glaubt. Mach weiter so!! Ich wünsche dir einen schönen Abend, liebe Grüße Nina

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  2. Sehr netten übersichtlichen Beitrag. Ich bin auch für einige Zeit angefangen mit Plastik zu reduzieren, na ja eigentlich möchte ich es gar nicht mehr im Hause haben, aber es lässt sich nicht immer vermeiden.
    Mein Favorit ist im Moment meinen Weckgläser die ich nicht nur zum einkochen nehme sondern auch für lagern von Lebensmittel.
    Catharina (die gleich auf Follow Nina Tomato kocht klickt)

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    • Hallo Catharina, toll das es dir geht wie mir! Du hast Recht, die Weckgläser sind so vielfältig einsetzbar und können wahrscheinlich eine Ewigkeit benutzt werden. Liebe Grüße Nina 🙂

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